Schwindel im Alter: Mögliche Ursachen und wann Handeln wichtig ist

Kurz schwarz vor Augen beim Aufstehen, ein Gefühl von Unsicherheit beim Gehen, ein Karussell, das sich beim Blick nach oben plötzlich dreht: Schwindel im Alter zeigt sich auf sehr unterschiedliche Weise und tritt deutlich häufiger auf als in jüngeren Jahren. Viele Betroffene gewöhnen sich daran und erwähnen ihn kaum noch, dabei steckt hinter Schwindel fast immer eine konkrete, oft gut behandelbare Ursache.
Schwindel im Alter: Mögliche Ursachen und wann Handeln wichtig ist

Die häufigsten Ursachen

Ein plötzlicher Blutdruckabfall beim Aufstehen, in der Medizin orthostatische Hypotonie genannt, gehört zu den häufigsten Auslösern. Der Kreislauf braucht einen Moment, um sich der neuen Körperhaltung anzupassen, und in diesem kurzen Fenster wird einem schwarz vor Augen.
Auch das Innenohr spielt eine Rolle, etwa beim sogenannten gutartigen Lagerungsschwindel, bei dem winzige Kalkkristalle im Gleichgewichtsorgan durcheinandergeraten und bei bestimmten Kopfbewegungen einen kurzen, heftigen Drehschwindel auslösen. Daneben kommen Medikamente als Ursache infrage, besonders blutdrucksenkende Mittel, Beruhigungsmittel oder mehrere Präparate, die sich gegenseitig beeinflussen. Und nicht zuletzt kann zu wenig Flüssigkeit im Körper, gerade an heißen Tagen oder bei nachlassendem Durstgefühl, ebenfalls schwindelig machen.

Wann es ernster wird

Kurzer Schwindel beim schnellen Aufstehen ist meist harmlos, sollte aber nicht einfach hingenommen werden, wenn er regelmäßig auftritt. Anders sieht es aus, wenn zum Schwindel weitere Symptome hinzukommen: Sprachstörungen, ein hängender Mundwinkel, plötzliche Schwäche in Arm oder Bein, starke Kopfschmerzen oder Sehstörungen. Diese Kombination kann auf einen Schlaganfall hindeuten und ist ein Fall für den Notruf, nicht für den nächsten Arzttermin.
Auch wiederkehrender Schwindel, der die Sturzgefahr im Alltag erhöht, gehört abgeklärt. Wer sich unsicher fühlt beim Gehen oder öfter das Gleichgewicht verliert, sollte das beim Hausarzt ansprechen, selbst wenn es „nur“ Schwindel ist und kein akuter Notfall.
Infografik: Schwindel im Alter: Mögliche Ursachen und wann Handeln wichtig ist

Was im Alltag hilft

Beim Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen hilft es, sich Zeit zu lassen: erst aufsetzen, kurz warten, dann erst aufstehen. Wer nachts zur Toilette muss, sollte am Bettrand einen Moment sitzen bleiben, bevor die Füße den Boden berühren. Ausreichend trinken über den Tag verteilt beugt vor, ebenso wie regelmäßige Mahlzeiten, denn auch niedriger Blutzucker kann sich als Schwindel bemerkbar machen.
Wer Medikamente einnimmt und öfter schwindelig ist, sollte das beim nächsten Arztbesuch ansprechen, statt es als normale Alterserscheinung abzutun. Manchmal genügt eine kleine Anpassung der Dosis, um das Problem deutlich zu verringern.

Wenn der Schwindel plötzlich zum Sturz führt

Schwindel und Stürze hängen eng zusammen, gerade weil der Moment der Unsicherheit oft ohne Vorwarnung kommt. Ein Griff nach der Wand reicht manchmal nicht aus, und wer dann fällt, ist häufig allein zu Hause und kann nicht sofort um Hilfe rufen.
Für genau solche Situationen ist ein Hausnotruf gedacht. Ein Knopfdruck genügt, egal ob man auf dem Boden liegt oder sich nur zu unsicher fühlt, um selbst zum Telefon zu gehen.

VitalKnopf steht für Sicherheit – direkt auf Knopfdruck.

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